Künstlerische Entwicklung



- Laudatio -

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Günther Thiersch,

Künstler,Kunsterzieher, Lehrer, Mentor, Freund, Wegbegleiter

( siehe auch:

Guenther-Thiersch.org )

Wolfgang Tulle

"am Farbstift"

Kunstunterricht am Ufer der Krückau in Elmshorn.

Günther Thiersch beim Zeichenunterricht mit Wolfgang Tulle.

Foto privat (ca.1956)



Wolfgang Tulle

ist Graphiker und ein Meister des kleinen Formates. Er wollte, als er die Schule als stärkstes künstlerisches Talent seines Abiturjahrganges verließ, zunächst - wie viele ausgesprochen graphische Begabungen - vor allem Maler werden, hat aber, wie etwa Horst Janssen, rechtzeitig erkannt, daß Bleistift, Feder und Farbstift seine eigentlichen Ausdruckswerkzeuge und Gestaltungsmittel sind. Wolfgang Tulle hat die Konsequenz daraus gezogen und aus seinem überragenden graphischen Können den Funken geschlagen, der ihn zum Künstler gemacht hat.

Seine Arbeiten zwingen zum genauen Hinsehen, um die frappierende Dichte und Vielfalt der wohlabgestuften Grauflächen und der sie umrandenden oder sie im Inneren belebenden Linienzüge aufnehmen und genießen zu können, um die Feinheit der graphischen Strukturen zu erkennen und sich des Reichtums an formalen Erfindungen und ihrer sicheren kompositorischen Zusammenordnung zu erfreuen, so daß man sich als Betrachter unwillkürlich fragt: ,, Wie macht er das bloß?"

Diese zeichnerisch wie kompositorisch höchst spannungsreichen, in ihrer Ausgewogenheit beinahe klassizistisch anmutenden Arbeiten zeigen eine Handschrift ganz eigener, eben Tullescher Art, die beweist, daß es dem Zeichner gelungen ist, sich aus dem chaotisch anmutenden künstlerischen Zeitgeschehen herauszuwinden und einen ihm allein eigenen Weg zu finden, obwohl die Arbeiten sich doch inhaltlich mit modernstem Zeitgeschehen - der Elektronik und Kommunikationstechnik - auseinandersetzen.


Günther Thiersch (1985)